Ratgeber
Wie lange dauert eine Datenmigration? Realistischer Zeitplan
Ein Projekt zum Thema Datenmigration ist kein Wochenendvorhaben, aber auch kein Halbjahresprojekt. Was in welcher Reihenfolge passiert, woran es typischerweise hängt und wie sich die Laufzeit verkürzen lässt.
Datenmigration dauert in der Praxis 2 bis 6 Wochen. Der größte Zeitfaktor ist dabei fast nie die Umsetzung selbst, sondern wie schnell Inhalte, Zugänge und Entscheidungen von eurer Seite kommen.
01 — Zeitrahmen
Wie lange es dauert
- Typische Laufzeit
- 2 bis 6 Wochen
- Preis
- Individuell nach Aufwand
Die Laufzeit beginnt nach Freigabe des Angebots. Vorlaufzeit für Erstgespräch und Angebot: üblicherweise ein bis zwei Wochen. Einen Fixpreis nennen wir nach diesem Erstgespräch.
02 — Ablauf
Die Schritte im Detail
Altbestand analysieren
Ein Bericht über den tatsächlichen Zustand. Der ist regelmäßig unangenehm und immer nützlich.
Regeln festlegen
Was wird übernommen, was bereinigt, was bleibt zurück.
Probelauf
Vollständige Probemigration mit Abgleich. Erst danach wird terminiert.
Umschalten
Migration mit Zählprotokoll und definierter Rückfallmöglichkeit.
03 — Engpässe
Woran es typischerweise hängt
- Inhalte und Zulieferungen. Der mit Abstand häufigste Verzögerungsgrund. Texte, Bilder, Preislisten, Zugänge — was fehlt, blockiert.
- Entscheidungen. Wenn unklar ist, wer freigibt, wartet das Projekt. Eine benannte Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis verkürzt die Laufzeit spürbar.
- Zugänge zu Drittsystemen. Zugriff auf Warenwirtschaft, Telefonanlage oder CRM zu bekommen, dauert regelmäßig länger als die Anbindung selbst.
- Abstimmungsrunden ohne Ende. Zwei Korrekturrunden sind normal, fünf sind ein Zeichen dafür, dass das Ziel am Anfang nicht klar war.
04 — Umfang
Was dazugehört
- Analyse des Altbestands mit Bericht über Qualitätsprobleme, vor der Migration
- Abbildungsregeln zwischen alter und neuer Struktur
- Bereinigung: Dubletten, Formate, fehlende Pflichtangaben
- Probemigration mit Abgleich und Zählprotokoll
- Umschaltung mit Rückfallmöglichkeit
- Protokoll, das jeden Datensatz nachvollziehbar macht
05 — Fragen
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Migration?
Die Übertragung selbst meist Stunden. Die Zeit geht für Analyse, Regeln und Probeläufe drauf — üblicherweise zwei bis sechs Wochen, abhängig vom Zustand der Altdaten.
Nehmen wir alles mit?
Selten sinnvoll. Karteileichen, Testdatensätze und zehn Jahre alte Vorgänge belasten das neue System. Wir empfehlen, den aktiven Bestand zu migrieren und den Rest archiviert verfügbar zu halten.
Was, wenn nach der Umschaltung etwas fehlt?
Deshalb Zählprotokoll und Rückfallmöglichkeit: Der Altbestand bleibt unangetastet, bis die Abnahme erfolgt ist. Nachträgliche Ergänzungen einzelner Bereiche sind möglich.
Können wir parallel weiterarbeiten?
Bei kurzen Umstellungen ja, mit einem Stichtag. Bei längeren Migrationen arbeitet man üblicherweise bis zur Umschaltung im Altsystem weiter und überträgt den Zuwachs am Schluss.
Wie stellen wir sicher, dass nichts verloren geht?
Über das Zählprotokoll: Anzahl der Datensätze vorher und nachher wird abgeglichen, Stichproben werden inhaltlich geprüft. Erst nach dieser Abnahme gilt die Migration als abgeschlossen.
Brauchen wir für die Migration Zugriff auf beide Systeme gleichzeitig?
Ja, zumindest für den Zeitraum der Probeläufe und der eigentlichen Umschaltung. Danach kann der Zugang zum Altsystem eingeschränkt oder beendet werden.
Was passiert mit Anhängen und Dokumenten am Datensatz?
Die werden mitübernommen, sofern das Zielsystem sie unterstützt. Wo das Format nicht passt, wird vorher geklärt, ob eine Konvertierung nötig ist oder eine externe Ablage sinnvoller bleibt.
99 — Weiter
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Nächster Schritt
Schickt uns ein paar Sätze zu eurem Vorhaben.
Wir lesen jede Anfrage selbst und melden uns persönlich zurück. Kein Vertriebsteam, kein Rückrufformular in die Leere.