Ratgeber
Content-Erstellung: laufende Kosten und Betrieb
Der Projektpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Was nach dem Livegang tatsächlich an Aufwand und Kosten anfällt — und welcher Posten dabei am häufigsten vergessen wird.
Nach dem Livegang fallen bei Content-Erstellung üblicherweise wenige Stunden Pflege im Quartal an, dazu Hosting, Lizenzen und nutzungsabhängige Gebühren Dritter. Der am häufigsten vergessene Posten ist nicht das Geld, sondern die Zuständigkeit: Systeme veralten, weil niemand benannt ist, nicht weil die Pflege aufwendig wäre.
01 — Betrieb
Was der laufende Betrieb bedeutet
Nach dem Einschwingen ist der Aufwand gering, aber nicht null. Bei Content-Erstellung sind das üblicherweise wenige Stunden im Quartal: Ergänzungen, wenn sich etwas im Angebot ändert, ein Blick in die Verläufe, gelegentliche Korrekturen.
Wichtiger als der Umfang ist die Zuständigkeit. Systeme veralten nicht, weil die Pflege aufwendig wäre, sondern weil niemand benannt ist. Eine Person mit einem wiederkehrenden Termin im Kalender löst dieses Problem vollständig.
Was zusätzlich laufend anfällt, hängt vom Aufbau ab — Hosting, Lizenzen und nutzungsabhängige Gebühren Dritter gehören in dieselbe Rechnung wie die Einrichtung. Wir weisen das im Angebot getrennt aus, statt es im Projektpreis zu verstecken.
02 — Faktoren
Was den Preis treibt
- Umfang und Zahl der Anbindungen. Jedes zusätzliche System, das mitspielen muss, kostet Aufwand — unabhängig davon, wie einfach der Kern ist.
- Zustand eurer Ausgangslage. Saubere Daten, vorhandene Inhalte und dokumentierte Abläufe senken den Aufwand erheblich. Chaos ist der teuerste Kostenfaktor.
- Wie viel Neues entstehen muss. Was ihr beisteuern könnt, muss niemand erfinden. Das ist der größte Hebel, den ihr selbst in der Hand habt.
- Anspruch an Gestaltung und Individualität. Ein solides Standardsystem kostet einen Bruchteil einer maßgeschneiderten Lösung — und reicht häufiger, als Anbieter zugeben.
- Betriebsmodell. Einmalige Projektkosten oder laufende Betreuung: Über drei Jahre gerechnet ergibt das oft ein anderes Bild als der Angebotsvergleich.
03 — Vertrag
Was schriftlich geklärt gehört
- Eigentum an Daten und Zugängen. Sie gehören dem Auftraggeber. Wenn ein Anbieter das nicht klar bestätigt, ist das die wichtigste Information des Gesprächs.
- Herausgabe bei Beendigung. In welchem Format, in welcher Frist, zu welchen Kosten.
- Keine Mindestlaufzeit ohne Gegenleistung. Bindung ist vertretbar, wenn dafür etwas geliefert wird — sonst nicht.
- Was eine spätere Änderung kostet. Nicht der Projektpreis entscheidet über die Gesamtkosten, sondern der Stundensatz für das dritte Jahr.
- Dokumentation als Liefergegenstand. Nicht als Zusage, sondern als Position im Angebot.
04 — Fragen
Häufige Fragen
Was ist mit veralteten Beiträgen?
Aktualisieren statt neu schreiben. Ein überarbeiteter Beitrag mit bestehender Historie ist fast immer wirksamer als ein neuer zum selben Thema.
Bekommen wir die Texte auch als Rohdatei?
Ja, in einem gängigen Format, das ihr selbst weiterverwenden oder anpassen könnt. Die Inhalte gehören euch, unabhängig davon, ob wir die Seite auch technisch einbinden.
Wer entscheidet, worüber geschrieben wird?
Gemeinsam, auf Basis von zwei Quellen: was Suchmaschinennutzer tatsächlich fragen, und was euer Vertrieb ständig erklären muss. Beides zusammen ergibt die Themenliste.
Was, wenn unser Fachwissen sich schnell ändert?
Dann kennzeichnen wir Beiträge mit einem Aktualisierungsdatum und vereinbaren, in welchem Rhythmus sie überprüft werden — das ist günstiger als jedes Mal neu zu schreiben.
Wie viele Beiträge brauchen wir?
Lieber zwei gute im Monat als acht dünne. Suchmaschinen bewerten inzwischen deutlicher nach Substanz; eine Seite, die eine Frage vollständig beantwortet, schlägt fünf, die dasselbe halb sagen.
Schreibt ihr das mit KI?
Wir setzen KI dort ein, wo sie hilft — Recherche strukturieren, Rohfassungen, Varianten. Der Kern jedes Textes kommt aus einem Fachgespräch mit euch, und jeder Text wird von einem Menschen überarbeitet und geprüft. Rein maschinell erzeugte Texte ohne eigenes Wissen ranken schlecht und lesen sich noch schlechter.
Wie lange dauert es, bis Inhalte wirken?
Drei bis sechs Monate für die ersten Positionen, länger für umkämpfte Themen. Beiträge zu sehr konkreten Fragen wirken oft schneller, weil dort weniger Wettbewerb ist.
99 — Weiter
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Nächster Schritt
Wir schauen uns eure Ausgangslage an.
Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.