Steuerberatungskanzleien · Ratgeber

Steuerberatungskanzleien: Rechnungen und Mahnwesen automatisieren

Zwischen erbrachter Leistung und Zahlungseingang liegt in vielen Steuerberatungskanzleien mehr Zeit als nötig — meist nicht wegen säumiger Kunden, sondern weil die Rechnung zu spät rausgeht.

Beratung und KanzleienStand 2026Angebot nach Anfrage
Kurz gesagt

Später Zahlungseingang liegt in Steuerberatungskanzleien meist nicht am Kunden, sondern daran, dass die Rechnung zu spät rausgeht. Wo die Auftragsdaten ohnehin vorliegen, lässt sich die Rechnung daraus erzeugen; die Prüfung vor dem Versand bleibt bewusst manuell.

01 — Rechnung

Vom Auftrag zur bezahlten Rechnung

Der häufigste Grund für späten Zahlungseingang ist nicht der Kunde, sondern die Verzögerung im eigenen Haus: Die Leistung ist erbracht, die Rechnung geht aber erst zwei Wochen später raus, weil die Unterlagen zusammengesucht werden müssen.

Wo die Daten aus dem Auftrag ohnehin vorliegen, lässt sich die Rechnung daraus erzeugen. In Steuerberatungskanzleien betrifft das den Großteil der Standardaufträge. Was bleibt, ist die Prüfung vor dem Versand — die gehört bewusst nicht automatisiert.

Beim Mahnwesen gilt dasselbe wie beim Nachfassen: Die Erinnerung automatisiert man, den Ton nicht. Eine freundliche erste Erinnerung nach wenigen Tagen löst die meisten Fälle, bevor ein Mahnwesen überhaupt nötig wird.

02 — Ansatzpunkte

Abläufe, die sich bei Steuerberatungskanzleien lohnen

  • Belegupload mit automatischer Zuordnung
  • Automatische Erinnerung an fehlende Unterlagen
  • Auslesen von Belegen und Vorkontierung
  • Fristenüberwachung je Mandant
  • Mandanteninformation zu Änderungen
Faustregel

Ein Ablauf eignet sich, wenn er mindestens wöchentlich vorkommt, klaren Regeln folgt und heute Handarbeit ist. Fehlt einer der drei Punkte, ist Handarbeit meist günstiger.

03 — Rechnung

So rechnet man es vorher aus

Vier Zahlen genügen: Wie oft kommt der Ablauf vor? Wie lange dauert er? Was kostet eine Stunde intern? Und was kostet die Lösung, einmalig plus Betrieb über drei Jahre?

Bei Steuerberatungskanzleien ist Belegupload mit automatischer Zuordnung meist der erste Kandidat für diese Rechnung, weil dieser Ablauf regelmäßig vorkommt und sich gut messen lässt. Wer die eigenen Zahlen nicht kennt, zählt zwei Wochen mit — das reicht für eine belastbare Größenordnung.

Diese Rechnung ist bewusst konservativ: Sie berücksichtigt nur eingesparte Zeit, nicht vermiedene Fehler und nicht die Aufträge, die durch schnellere Reaktion überhaupt erst zustande kommen.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Wie bringen wir Mandanten dazu, Belege zeitgerecht zu liefern?

Mit möglichst geringem Aufwand auf deren Seite: Foto per Handy, automatische Zuordnung, keine Umbenennung nötig. Dazu automatische Erinnerungen mit konkreter Fehlliste statt allgemeiner Mahnung.

Kann KI vorkontieren?

Bei wiederkehrenden Belegen mit hoher Trefferquote, als Vorschlag zur Prüfung. Die Verantwortung bleibt in der Kanzlei. Der Nutzen liegt darin, dass geprüft statt getippt wird.

Arbeitet ihr auch mit Steuerberatungskanzleien?

Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.

Was kostet der Einstieg?

Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.

Womit sollten wir anfangen?

Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei Steuerberatungskanzleien ist das erfahrungsgemäß Belegupload mit automatischer Zuordnung.

Gibt es Förderungen?

Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.

Nächster Schritt

Reden wir kurz darüber, ob sich das bei euch rechnet.

Ein Gespräch von zwanzig Minuten reicht meistens, um zu klären, ob ein Projekt Sinn hat. Wenn nicht, sagen wir das — das ist billiger für beide Seiten als ein Angebot, das niemand braucht.