Steuerberatungskanzleien · Ratgeber

Checkliste: Digitalisierung für Steuerberatungskanzleien vorbereiten

Was Steuerberatungskanzleien klären sollten, bevor sie Angebote einholen. Je mehr davon vorher feststeht, desto vergleichbarer werden die Angebote.

Beratung und KanzleienStand 2026Angebot nach Anfrage
Kurz gesagt

Vor dem ersten Angebot sollten Steuerberatungskanzleien klären: Was soll besser werden, woran man es messen würde, wer entscheidet, welcher Ablauf zuerst drankommt, welche Systeme betroffen sind und wer das Ergebnis später betreut. Ohne die letzte Antwort veraltet jedes System.

01 — Checkliste

Vor dem ersten Angebot klären

  • Was soll besser werden? In einem Satz, ohne Fachbegriffe.
  • Woran merkt ihr es? Eine Zahl, die sich ändern soll — bei Steuerberatungskanzleien oft die Zahl unbeantworteter Anfragen pro Woche.
  • Wer entscheidet? Eine Person, nicht ein Gremium.
  • Welcher Ablauf zuerst? Der häufigste, nicht der interessanteste.
  • Welche Systeme sind betroffen, und wer hat dort Zugang?
  • Wer betreut es danach? Ohne diese Antwort veraltet jedes System.
  • Was habt ihr schon? Texte, Bilder, Kundendaten, Preislisten — das senkt den Aufwand spürbar.

02 — Reihenfolge

Was zuerst, was später

  1. Erreichbarkeit

    Solange Anfragen verloren gehen, bringt jede weitere Maßnahme weniger. Bei Steuerberatungskanzleien ist das fast immer der erste Hebel.

  2. Der häufigste Ablauf

    Ein einziger Vorgang, der sich täglich oder wöchentlich wiederholt — bei Steuerberatungskanzleien meist Belegupload mit automatischer Zuordnung.

  3. Sichtbarkeit

    Erst wenn Anfragen zuverlässig bearbeitet werden, lohnt es sich, mehr davon zu erzeugen. Andersherum verstärkt man nur das Problem.

  4. Alles Weitere

    Dokumentation, Auswertung, Anbindungen. Sinnvoll, aber selten dringend — und ohne die ersten drei Schritte wirkungslos.

03 — Fragen

Häufige Fragen

Wie bringen wir Mandanten dazu, Belege zeitgerecht zu liefern?

Mit möglichst geringem Aufwand auf deren Seite: Foto per Handy, automatische Zuordnung, keine Umbenennung nötig. Dazu automatische Erinnerungen mit konkreter Fehlliste statt allgemeiner Mahnung.

Kann KI vorkontieren?

Bei wiederkehrenden Belegen mit hoher Trefferquote, als Vorschlag zur Prüfung. Die Verantwortung bleibt in der Kanzlei. Der Nutzen liegt darin, dass geprüft statt getippt wird.

Arbeitet ihr auch mit Steuerberatungskanzleien?

Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.

Was kostet der Einstieg?

Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.

Womit sollten wir anfangen?

Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei Steuerberatungskanzleien ist das erfahrungsgemäß Belegupload mit automatischer Zuordnung.

Gibt es Förderungen?

Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.

Nächster Schritt

Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.

Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.