Arztpraxen · Ratgeber
Arztpraxen: Angebote schneller erstellen
Zwischen Anfrage und Angebot vergehen in vielen Arztpraxen Tage — und genau in dieser Zeit entscheidet sich, wer den Auftrag bekommt. Wo die Zeit tatsächlich verloren geht.
Die Zeit bis zum Angebot geht in Arztpraxen vor allem an drei Stellen verloren: unvollständige Anfragen, die eine Rückfragerunde auslösen, jedes Mal neu geschriebene Angebote statt wiederverwendbarer Standardpositionen, und fehlende Übersicht darüber, was überhaupt noch offen ist.
01 — Angebote
Wo die Zeit bis zum Angebot verloren geht
- Die Anfrage ist unvollständig. Es fehlen Angaben, es folgt eine Rückfrage, dann Warten. Vier gezielte Pflichtfragen im Anfrageformular ersparen diese Runde vollständig.
- Das Angebot entsteht jedes Mal neu. Bei Arztpraxen wiederholen sich die meisten Positionen — Standardbausteine, aus denen sich ein Angebot zusammensetzen lässt, verkürzen die Erstellung erheblich.
- Es wird abends gemacht. Wenn Angebote in die Randzeiten rutschen, entscheidet die Tagesform. Ein fester Zeitblock schlägt jede Software.
- Niemand weiß, was offen ist. Ohne Übersicht bleibt unklar, welche Anfrage noch wartet — und genau die wird vergessen.
- Der Versand ist Handarbeit. Erzeugen, prüfen, anhängen, schreiben, senden: automatisierbar, sobald die Bausteine stehen.
02 — Ansatzpunkte
Abläufe, die sich bei Arztpraxen lohnen
- Terminvergabe online mit Terminarten und Dauer
- Rezeptbestellung über Formular statt Telefon
- Automatische Terminerinnerung
- Vorabinformation zu Untersuchungen
- Rückrufliste statt Dauerbesetztzeichen
Ein Ablauf eignet sich, wenn er mindestens wöchentlich vorkommt, klaren Regeln folgt und heute Handarbeit ist. Fehlt einer der drei Punkte, ist Handarbeit meist günstiger.
03 — Rechnung
So rechnet man es vorher aus
Vier Zahlen genügen: Wie oft kommt der Ablauf vor? Wie lange dauert er? Was kostet eine Stunde intern? Und was kostet die Lösung, einmalig plus Betrieb über drei Jahre?
Bei Arztpraxen ist Terminvergabe online mit Terminarten und Dauer meist der erste Kandidat für diese Rechnung, weil dieser Ablauf regelmäßig vorkommt und sich gut messen lässt. Wer die eigenen Zahlen nicht kennt, zählt zwei Wochen mit — das reicht für eine belastbare Größenordnung.
Diese Rechnung ist bewusst konservativ: Sie berücksichtigt nur eingesparte Zeit, nicht vermiedene Fehler und nicht die Aufträge, die durch schnellere Reaktion überhaupt erst zustande kommen.
04 — Fragen
Häufige Fragen
Ist das mit dem Datenschutz im Gesundheitsbereich vereinbar?
Gesundheitsdaten sind besonders geschützt, deshalb gelten strengere Anforderungen: europäische Verarbeitung, Auftragsverarbeitungsvertrag, Verschlüsselung, enge Löschfristen und Zugriff nur für berechtigte Personen. Wir bauen entsprechend — ein Terminsystem, das nur Name und Terminart kennt, ist datenschutzrechtlich unproblematischer als eines, das Symptome erfasst.
Ersetzt das die Ordinationshilfe am Telefon?
Nein, es entlastet sie. Der Anteil an Anrufen, der reine Terminvergabe und Rezeptbestellung ist, liegt in vielen Praxen bei mehr als der Hälfte. Genau dieser Teil lässt sich verlagern — für alles andere bleibt mehr Zeit.
Wie senken wir Nichterscheinen?
Erinnerung 24 Stunden vorher plus eine kurze am Terminmorgen, jeweils mit einfacher Absagemöglichkeit. Wer leicht absagen kann, sagt ab — und der Termin wird neu vergeben, statt leer zu bleiben.
Arbeitet ihr auch mit Arztpraxen?
Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.
Was kostet der Einstieg?
Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.
Womit sollten wir anfangen?
Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei Arztpraxen ist das erfahrungsgemäß Terminvergabe online mit Terminarten und Dauer.
Gibt es Förderungen?
Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.
99 — Weiter
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Nächster Schritt
Wir schauen uns eure Ausgangslage an.
Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.