Vergleich
Standardsoftware oder Individualsoftware? Der ehrliche Vergleich
Eine Frage, die sich mit zwei Zahlen beantworten lässt — wenn man ehrlich rechnet.
Wer unsicher ist, sollte mit der günstigeren Standardlösung starten und erst dann in Individualentwicklung investieren, wenn sich zeigt, an welchen konkreten Stellen sie nicht ausreicht. Der umgekehrte Weg — zuerst alles selbst bauen — ist die teurere Fehlerquelle.
Vergleich
Die Unterschiede im Einzelnen
- Die Kostenrechnung: Standardsoftware kostet pro Nutzer und Monat, dauerhaft. Individualsoftware kostet einmal viel und dann wenig. Der Kreuzungspunkt liegt je nach Nutzerzahl typischerweise zwischen drei und sechs Jahren.
- Der Passungsgrad: Wenn Standardsoftware zu neunzig Prozent passt, ist sie fast immer richtig. Bei siebzig Prozent wird es kritisch, weil die restlichen dreißig in Handarbeit oder Behelfslösungen enden — und die kosten täglich.
- Das Risiko: Standardsoftware kann eingestellt werden, Preise können steigen, Funktionen können verschwinden. Eigene Software kann teuer werden und ist auf Wartung angewiesen. Beides ist real.
- Der Mittelweg: Standardsoftware als Basis plus eigene Ergänzungen an den Stellen, wo sie nicht passt. Das ist für die meisten mittelständischen Betriebe die vernünftigste Antwort.
- Update-Abhängigkeit: Standardsoftware bringt regelmäßig neue Funktionen und Sicherheitsupdates automatisch mit. Individualsoftware muss diese Pflege selbst organisieren — das gehört von Anfang an ins Betriebskonzept, nicht in die Kalkulation danach.
- Verhandlungsmacht: Bei Standardsoftware seid ihr einer von vielen Kunden ohne Einfluss auf die Produktrichtung. Bei Individualsoftware bestimmt ihr, was als Nächstes gebaut wird — das ist ein Vorteil, der selten in der Kostenrechnung auftaucht.
Fazit
Was das für euch bedeutet
Die Entscheidung zwischen Standardsoftware und Individualsoftware lässt sich nicht allgemein treffen — sie hängt an eurer Ausgangslage, eurem Volumen und daran, wer die Lösung später betreiben soll.
Wer unsicher ist, sollte mit der günstigeren Standardlösung starten und erst dann in Individualentwicklung investieren, wenn sich zeigt, an welchen konkreten Stellen sie nicht ausreicht. Der umgekehrte Weg — zuerst alles selbst bauen — ist die teurere Fehlerquelle.
Wenn ihr unsicher seid: Beschreibt uns die Ausgangslage in ein paar Sätzen. Wir sagen, welche der beiden Richtungen in eurem Fall die vernünftigere ist — auch dann, wenn es die ist, bei der wir weniger zu tun haben.
Nächster Schritt
Reden wir kurz darüber, ob sich das bei euch rechnet.
Ein Gespräch von zwanzig Minuten reicht meistens, um zu klären, ob ein Projekt Sinn hat. Wenn nicht, sagen wir das — das ist billiger für beide Seiten als ein Angebot, das niemand braucht.