Ratgeber
Wie funktioniert eine Datenmigration? Erklärung ohne Fachjargon
Was technisch tatsächlich passiert, wenn eine Datenmigration im Betrieb läuft — erklärt für Entscheider, nicht für Entwickler. Inklusive der Stellen, an denen Menschen weiterhin gebraucht werden.
Datenmigration funktioniert im Kern so: Eine Anfrage kommt herein, wird gegen hinterlegte Inhalte und Regeln geprüft und entweder direkt beantwortet oder mit vollständigem Kontext an einen Menschen übergeben. Die eigentliche Arbeit steckt nicht in der Technik, sondern in der Festlegung, wo genau diese Grenze verläuft.
01 — Funktionsweise
Wie eine Datenmigration technisch funktioniert
Ein Datenbestand im neuen System, der geprüft ist und bei dem nachvollziehbar bleibt, was woher kam.
Von außen betrachtet passiert Folgendes: Eine Anfrage kommt herein — über die Website, das Telefon, ein Formular oder ein bestehendes System. Sie wird erfasst, gegen die hinterlegten Regeln und Inhalte geprüft und entweder direkt beantwortet oder mit vollständigem Kontext an einen Menschen übergeben. Der entscheidende Teil ist nicht die Technik, sondern die Festlegung, wo diese Grenze verläuft.
Migrationen scheitern selten an der Technik und fast immer an der Datenqualität: Dubletten, fehlende Pflichtfelder, Sonderzeichen, historisch gewachsene Ausnahmen. Genau dieser Punkt bestimmt, wie das System konfiguriert wird — nicht ein allgemeines Produktversprechen.
02 — Bestandteile
Woraus das System besteht
- Analyse des Altbestands mit Bericht über Qualitätsprobleme, vor der Migration
- Abbildungsregeln zwischen alter und neuer Struktur
- Bereinigung: Dubletten, Formate, fehlende Pflichtangaben
- Probemigration mit Abgleich und Zählprotokoll
- Umschaltung mit Rückfallmöglichkeit
- Protokoll, das jeden Datensatz nachvollziehbar macht
03 — Ablauf
Die Schritte im Detail
Altbestand analysieren
Ein Bericht über den tatsächlichen Zustand. Der ist regelmäßig unangenehm und immer nützlich.
Regeln festlegen
Was wird übernommen, was bereinigt, was bleibt zurück.
Probelauf
Vollständige Probemigration mit Abgleich. Erst danach wird terminiert.
Umschalten
Migration mit Zählprotokoll und definierter Rückfallmöglichkeit.
04 — Fragen
Häufige Fragen
Nehmen wir alles mit?
Selten sinnvoll. Karteileichen, Testdatensätze und zehn Jahre alte Vorgänge belasten das neue System. Wir empfehlen, den aktiven Bestand zu migrieren und den Rest archiviert verfügbar zu halten.
Wie lange dauert eine Migration?
Die Übertragung selbst meist Stunden. Die Zeit geht für Analyse, Regeln und Probeläufe drauf — üblicherweise zwei bis sechs Wochen, abhängig vom Zustand der Altdaten.
Brauchen wir für die Migration Zugriff auf beide Systeme gleichzeitig?
Ja, zumindest für den Zeitraum der Probeläufe und der eigentlichen Umschaltung. Danach kann der Zugang zum Altsystem eingeschränkt oder beendet werden.
Was, wenn nach der Umschaltung etwas fehlt?
Deshalb Zählprotokoll und Rückfallmöglichkeit: Der Altbestand bleibt unangetastet, bis die Abnahme erfolgt ist. Nachträgliche Ergänzungen einzelner Bereiche sind möglich.
Können wir parallel weiterarbeiten?
Bei kurzen Umstellungen ja, mit einem Stichtag. Bei längeren Migrationen arbeitet man üblicherweise bis zur Umschaltung im Altsystem weiter und überträgt den Zuwachs am Schluss.
Wie stellen wir sicher, dass nichts verloren geht?
Über das Zählprotokoll: Anzahl der Datensätze vorher und nachher wird abgeglichen, Stichproben werden inhaltlich geprüft. Erst nach dieser Abnahme gilt die Migration als abgeschlossen.
Was passiert mit Anhängen und Dokumenten am Datensatz?
Die werden mitübernommen, sofern das Zielsystem sie unterstützt. Wo das Format nicht passt, wird vorher geklärt, ob eine Konvertierung nötig ist oder eine externe Ablage sinnvoller bleibt.
05 — Entscheidung
Wie ihr weiterkommt
Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.
Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.
99 — Weiter
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Nächster Schritt
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Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.