Ratgeber

Website erstellen lassen: die häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet

Projekte rund um Website erstellen lassen scheitern selten an der Technik. Die Muster wiederholen sich — und lassen sich vorher abstellen.

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Kurz gesagt

Der häufigste Fehler bei Website erstellen lassen ist, mit der Technik statt mit dem eigentlichen Engpass anzufangen. Ein Projekt, das niemand im Betrieb wirklich pflegt, bringt langfristig weniger als ein kleineres, das tatsächlich genutzt wird.

01 — Fehler

Die häufigsten Fehler

  • Zu groß anfangen. Projekte, bei denen monatelang niemand etwas benutzen kann, scheitern überdurchschnittlich oft. Ein kleiner, nutzbarer erster Schritt ist fast immer der bessere Weg.
  • Die Leute nicht einbeziehen, die damit arbeiten. Anforderungen, die nur aus der Geschäftsführung kommen, treffen die tatsächliche Arbeit selten.
  • Kein Erfolgsmaß definieren. Ohne vorher festgelegte Kennzahl lässt sich hinterher nicht sagen, ob es etwas gebracht hat — und die nächste Entscheidung wird wieder aus dem Bauch getroffen.
  • Betriebskosten übersehen. Der Projektpreis ist nur ein Teil. Was der Betrieb über drei Jahre kostet, gehört in dieselbe Rechnung.
  • Abhängigkeit aufbauen. Wer Zugänge, Dokumentation und Quellcode nicht bekommt, ist gebunden. Das gehört vor der Beauftragung geklärt, nicht danach.

02 — Warnsignale

Wann man skeptisch werden sollte

  • Garantierte Ergebnisse. Wer Platz eins bei Google oder eine bestimmte Umsatzsteigerung zusagt, verkauft etwas, das er nicht liefern kann.
  • Kein Nein. Ein Anbieter, der jedes Vorhaben für eine gute Idee hält, hat entweder nicht zugehört oder verkauft nur.
  • Zeitdruck. Befristete Rabatte auf Projektpreise sind ein Vertriebsinstrument, kein Angebot.
  • Unklare Eigentumsverhältnisse. Wer nicht klar sagt, wem Daten und Zugänge gehören, meint es nicht gut.
  • Kein Ansprechpartner mit Fachkenntnis. Wenn im Erstgespräch nur Vertrieb sitzt, entstehen die Missverständnisse dort.

03 — Engpässe

Woran es typischerweise hängt

  • Inhalte und Zulieferungen. Der mit Abstand häufigste Verzögerungsgrund. Texte, Bilder, Preislisten, Zugänge — was fehlt, blockiert.
  • Entscheidungen. Wenn unklar ist, wer freigibt, wartet das Projekt. Eine benannte Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis verkürzt die Laufzeit spürbar.
  • Zugänge zu Drittsystemen. Zugriff auf Warenwirtschaft, Telefonanlage oder CRM zu bekommen, dauert regelmäßig länger als die Anbindung selbst.
  • Abstimmungsrunden ohne Ende. Zwei Korrekturrunden sind normal, fünf sind ein Zeichen dafür, dass das Ziel am Anfang nicht klar war.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Was kostet eine Website in Österreich?

Das lässt sich seriös nicht pauschal beantworten — die Spannen im Markt sind riesig, weil ein Onepager und eine mehrsprachige Unternehmensseite mit zwanzig Unterseiten technisch komplett unterschiedliche Projekte sind. Entscheidend ist vor allem, wie viel Inhalt neu entstehen muss — das ist fast immer der größte Posten, nicht die Technik. Schickt uns kurz, was ihr vorhabt, dann bekommt ihr einen Vorschlag, der zu eurem Umfang passt.

Muss unsere Website barrierefrei sein?

Seit 28. Juni 2025 gilt in Österreich das Barrierefreiheitsgesetz. Betroffen sind vor allem Onlineshops, Buchungen, E-Ticketing und Bankdienstleistungen im Verbrauchergeschäft; Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Eine reine Informationsseite fällt in der Regel nicht darunter — wir bauen trotzdem nach WCAG 2.1 AA, weil es die Seite für alle besser macht und die Regeln eher strenger werden.

Was passiert mit unserer alten Seite?

Die Inhalte werden übernommen, soweit sie taugen, und alte Adressen werden auf die neuen weitergeleitet. Ohne diese Weiterleitungen verliert man die Sichtbarkeit, die über Jahre entstanden ist — das ist der häufigste Fehler bei einem Relaunch.

Was kostet der laufende Betrieb?

Hosting, Domain, Updates und Sicherung fallen dauerhaft an — wie viel, hängt von Größe und Anspruch der Seite ab, und wir nennen euch das transparent im Angebot. Wer daran spart, spart bis zum ersten Sicherheitsvorfall.

Gibt es Förderungen?

Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL (kmudigital.at) oder die aws-Digitalisierungsförderung (aws.at). Ob euer Projekt aktuell infrage kommt, prüfen wir individuell — der Antrag muss in jedem Fall vor der Auftragsvergabe genehmigt sein.

Wie lange dauert das?

Vier bis acht Wochen sind realistisch, wenn Inhalte und Bilder rechtzeitig da sind. Der Engpass ist praktisch nie die Entwicklung, sondern die Freigabe von Texten und Fotos.

Bekommen wir die Seite selbst in den Griff?

Ja. Texte, Bilder und einfache Seiten pflegt ihr selbst. Für Änderungen an der Struktur meldet ihr euch — oder auch nicht, das ist keine Abhängigkeit, die wir bauen.

05 — Entscheidung

Wie ihr weiterkommt

Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.

Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.

Nächster Schritt

Wir schauen uns eure Ausgangslage an.

Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.