Ratgeber
Landingpage: Beispiele aus der Praxis
Wie eine Landingpage im Alltag kleiner Betriebe tatsächlich eingesetzt wird — konkrete Abläufe statt Produktversprechen, inklusive der Fälle, in denen es nicht funktioniert hat.
In der Praxis beginnt Landingpage fast immer mit genau einem Ablauf, nicht mit einem Gesamtkonzept. Der häufigste Grund für teure Klicks ohne Ergebnis ist nicht die Anzeige, sondern die Seite dahinter. Erweitert wird erst, wenn der erste Schritt im echten Betrieb nachweislich funktioniert.
01 — Praxis
Wie das konkret aussieht
Der häufigste Grund für teure Klicks ohne Ergebnis ist nicht die Anzeige, sondern die Seite dahinter.
Ein typischer Einstieg sieht so aus: Der Betrieb benennt den einen Ablauf, der am meisten stört. Wer kommt hier an, woher, und was soll passieren.
Nach dem Livegang wird nicht sofort erweitert, sondern beobachtet. Nach den ersten paar hundert Besuchern sieht man, wo Leute abspringen.
02 — Passung
Wann es sich lohnt
- Der betroffene Ablauf kommt mindestens wöchentlich vor.
- Er folgt Regeln, die man aufschreiben kann — auch wenn es Ausnahmen gibt.
- Er ist heute Handarbeit, die niemand gerne macht.
- Es gibt eine Person, die entscheidet, und nicht drei, die sich abstimmen müssen.
- Ihr könnt benennen, woran ihr merken würdet, dass es funktioniert hat.
03 — Abgrenzung
Wann wir abraten
- Der Ablauf ändert sich noch. Solange ihr am Prozess selbst schraubt, ist Handarbeit flexibler und billiger.
- Die Ausnahmen überwiegen die Regelfälle. Dann automatisiert man Ausnahmen, und das wird teuer.
- Es gibt keine Datenbasis. Ohne digital verfügbare Ausgangsdaten fehlt die Grundlage.
- Das Volumen ist zu klein. Bei fünf Vorgängen im Monat rechnet sich kein System — auch kein günstiges.
- Der eigentliche Engpass liegt woanders. Wer zu wenig Anfragen hat, braucht keine schnellere Bearbeitung.
04 — Fragen
Häufige Fragen
Wie viele brauchen wir?
Eine pro Angebot und Zielgruppe, die getrennt beworben wird. Wenn ihr drei Leistungen an zwei Zielgruppen verkauft, sind sechs sinnvoll — sofern jede genug Traffic bekommt, um beurteilbar zu sein.
Was gehört auf jeden Fall drauf?
Was ihr anbietet, für wen, was es kostet oder zumindest in welchem Rahmen, wer ihr seid, und ein einziger klarer nächster Schritt. Preisangaben schrecken weniger ab als ihre Abwesenheit.
Was, wenn die Landingpage nicht konvertiert?
Dann schauen wir uns die Absprungpunkte an, bevor wir irgendetwas neu bauen. Meist liegt es an einem einzigen Abschnitt, nicht an der ganzen Seite — den findet man über die Messung, nicht durch Raten.
Könnt ihr auch die Anzeigen dazu schalten?
Das ist eine eigene Leistung, die wir ebenfalls anbieten. Landingpage und Anzeige sollten inhaltlich zusammenpassen, technisch sind es aber zwei getrennte Arbeitsschritte.
Muss die Landingpage zur Website passen?
Optisch ja, strukturell nicht. Sie darf deutlich schlanker sein — oft ohne Hauptnavigation, damit es nur einen Weg nach vorne gibt.
Kann dieselbe Landingpage für mehrere Anzeigen genutzt werden?
Ja, solange das Versprechen der Anzeigen zueinander passt. Weichen die Angebote stark voneinander ab, braucht jede Anzeige ihre eigene Seite — sonst stimmt die Erwartung beim Klick nicht.
Ab wann kann man einen Test auswerten?
Als Faustregel braucht ein Variantentest pro Variante mehrere hundert Besucher und mindestens 25 bis 30 Abschlüsse, sonst misst man Zufall. Bei kleinen Zahlen ist es ehrlicher, auf Basis von Argumenten zu entscheiden statt auf Basis von Scheinstatistik.
99 — Weiter
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Nächster Schritt
Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.
Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.