Ratgeber

Google Ads selbst machen oder machen lassen?

Vieles rund um Google Ads lässt sich selbst bauen — die Frage ist, ob es sich rechnet. Wann Eigenleistung sinnvoll ist, wo die Grenze liegt und welcher Weg der teuerste ist.

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Kurz gesagt

Google Ads selbst zu bauen lohnt sich, wenn das Vorhaben klein bleibt, jemand im Betrieb Zeit dafür hat und niemand darauf angewiesen ist, dass es an einem bestimmten Tag läuft. Sobald andere Systeme mitspielen müssen oder jemand haftet, wenn es ausfällt, ist externe Umsetzung meist günstiger — der teuerste Weg ist der halb fertige.

01 — Eigenleistung

Selbst machen oder machen lassen?

  • Selbst machen ist sinnvoll, wenn jemand im Betrieb die Zeit und das Interesse dafür hat, das Vorhaben klein bleibt und niemand darauf angewiesen ist, dass es an einem bestimmten Tag läuft.
  • Fertige Baukästen bringen euch schnell zu einem ersten Ergebnis, stoßen aber dort an Grenzen, wo eigene Abläufe, eigene Daten oder Anbindungen an bestehende Systeme ins Spiel kommen.
  • Machen lassen lohnt sich, sobald Google Ads mit anderen Systemen sprechen muss, sobald jemand haftbar ist, wenn es nicht funktioniert, oder sobald der interne Aufwand teurer wird als die externe Umsetzung.
  • Der teuerste Weg ist der halbe: monatelang nebenbei selbst gebaut, dann abgebrochen und extern neu gemacht. Wer sich für Eigenleistung entscheidet, sollte ein Zeitbudget und einen Abbruchpunkt festlegen.
  • Mischform: Konzept und Einrichtung extern, Pflege intern. Das ist bei Google Ads häufig der wirtschaftlichste Weg — vorausgesetzt, die Übergabe ist dokumentiert.

02 — Voraussetzungen

Was ihr für Google Ads braucht

  • Einen klar benannten Anlass. Nicht „wir sollten mal etwas mit KI machen", sondern ein Ablauf, der heute nachweislich Zeit oder Aufträge kostet.
  • Vorhandene Inhalte oder Daten. Google Ads arbeitet mit dem, was da ist. Je vollständiger die Ausgangslage, desto kürzer die Einrichtung.
  • Zugriff auf die betroffenen Systeme. Wer die Zugänge verwaltet, gehört von Anfang an eingebunden — das ist erfahrungsgemäß der häufigste Verzögerungsgrund.
  • Eine entscheidungsbefugte Ansprechperson. Eine, nicht drei.
  • Bereitschaft, nach dem Start nachzuschärfen. Die ersten Wochen im echten Betrieb zeigen, was im Konzept gefehlt hat. Das ist normal und eingeplant.

03 — Rechnung

So rechnet man es aus

Vier Zahlen genügen: Wie oft kommt der Ablauf vor? Wie lange dauert er? Was kostet eine Stunde intern? Und was kostet die Lösung — einmalig plus Betrieb über drei Jahre?

Ein Beispiel: Ein Ablauf, der wöchentlich zweimal vorkommt und jeweils 40 Minuten dauert, bindet im Jahr rund 69 Stunden. Bei einem internen Stundensatz von 45 Euro sind das etwa 3.100 Euro jährlich, die dort gebunden sind. Senkt eine Lösung diesen Aufwand um zwei Drittel, amortisiert sie sich — abhängig vom tatsächlichen Angebot — oft innerhalb von ein bis zwei Jahren. Den genauen Wert für euren Fall nennen wir nach dem Erstgespräch.

Diese Rechnung ist bewusst konservativ: Sie berücksichtigt nur die eingesparte Zeit, nicht die vermiedenen Fehler und nicht die Aufträge, die durch schnellere Reaktion zustande kommen. In der Praxis liegt der Nutzen meist höher — aber man sollte nicht damit rechnen, bevor man es gemessen hat.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Wie viel Budget brauchen wir?

Das hängt vollständig vom Klickpreis in eurer Branche ab — der unterscheidet sich zwischen einer regionalen Dienstleistung und einem umkämpften Feld wie Versicherung oder Recht um ein Vielfaches. Wir schätzen das vor dem Start anhand echter, aktueller Klickpreise für eure Suchbegriffe, nicht anhand grober Erfahrungswerte, und nennen euch dann einen konkreten Rahmen.

Können wir das nicht selbst machen?

Grundsätzlich ja. Der Punkt, an dem es kippt, ist die Messung: Ohne saubere Erfassung von Anfragen optimiert die Automatik auf Klicks, und dann wird es teuer. Wer das einmal richtig eingerichtet hat, kann vieles selbst weiterführen.

Was passiert mit dem Budget an Wochenenden oder Feiertagen?

Das lässt sich steuern — bei manchen Branchen (Handwerk, B2B) lohnt es, Anzeigen dort zu pausieren, weil kaum jemand zu diesen Zeiten mit Kaufabsicht sucht. Bei anderen (Gastronomie, Freizeit) ist genau das die wichtigste Zeit.

Wie schnell sieht man Ergebnisse?

Erste Klicks am selben Tag, belastbare Aussagen nach drei bis vier Wochen. Vorher sind die Zahlen zu klein, um daraus etwas abzuleiten.

Was ist der Unterschied zu Social-Media-Werbung?

Google Ads erreicht Menschen, die aktiv nach etwas suchen — die Kaufabsicht ist meist schon da. Social-Media-Werbung weckt Interesse bei Menschen, die noch nicht danach gesucht haben. Beides hat seinen Platz, je nach Ziel.

Lohnt sich das neben SEO?

Beides zusammen ist meist sinnvoll: Anzeigen wirken sofort und lassen sich abschalten, SEO wirkt langsam und bleibt. Wer heute Anfragen braucht, startet mit Anzeigen; wer in zwei Jahren unabhängiger sein will, investiert parallel in Inhalte.

Können wir das Budget jederzeit anpassen?

Ja, jederzeit und ohne Kündigungsfrist. Anzeigen lassen sich auch komplett pausieren, etwa wenn ihr gerade ausgelastet seid und keine zusätzlichen Anfragen wollt.

05 — Entscheidung

Wie ihr weiterkommt

Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.

Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.

Nächster Schritt

Reden wir kurz darüber, ob sich das bei euch rechnet.

Ein Gespräch von zwanzig Minuten reicht meistens, um zu klären, ob ein Projekt Sinn hat. Wenn nicht, sagen wir das — das ist billiger für beide Seiten als ein Angebot, das niemand braucht.