IT-Dienstleister · Ratgeber

Bewertungen für IT-Dienstleister: aktiv statt zufällig

Bewertungen entscheiden in vielen Branchen über den ersten Kontakt. Wie IT-Dienstleister systematisch zu ehrlichen Bewertungen kommen, ohne aufdringlich zu werden — und wie man mit schlechten umgeht.

Technik und IndustrieStand 2026Angebot nach Anfrage
Kurz gesagt

IT-Dienstleister bekommen Bewertungen meist zufällig und dadurch überdurchschnittlich oft von unzufriedenen Kunden. Wirksam ist, direkt nach einem erfolgreichen Abschluss zu fragen — nicht Wochen später per Sammelmail. Auf Kritik gehört sachlich geantwortet, gelesen wird die Antwort von allen, die danach kommen.

01 — Bewertungen

Bewertungen systematisch aufbauen

Die meisten IT-Dienstleister bekommen Bewertungen zufällig — überdurchschnittlich oft von unzufriedenen Kunden, weil Ärger stärker motiviert als Zufriedenheit. Das lässt sich ohne Tricks korrigieren, indem im richtigen Moment gefragt wird: direkt nach einem erfolgreichen Abschluss, nicht Wochen später per Sammelmail.

Auf schlechte Bewertungen gehört sachlich geantwortet, zeitnah und ohne Rechtfertigung. Gelesen wird die Antwort nicht von der Person, die sich beschwert hat, sondern von allen, die danach kommen — und die achten darauf, wie ein Betrieb mit Kritik umgeht.

Was ausdrücklich nicht funktioniert: gekaufte Bewertungen. Sie sind erkennbar, verstoßen gegen die Richtlinien der Plattformen und kosten im Ernstfall das gesamte Profil.

02 — Lokal

Lokale Sichtbarkeit aufbauen

  • Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen. Der wirksamste einzelne Hebel für IT-Dienstleister — und der einzige, der nichts kostet außer Zeit.
  • Kategorien richtig wählen. Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchanfragen der Eintrag überhaupt in Frage kommt.
  • Öffnungszeiten und Feiertage pflegen. Falsche Zeiten sind der häufigste Grund für schlechte Bewertungen ohne fachlichen Anlass.
  • Fotos regelmäßig ergänzen. Aktivität im Profil wirkt sich messbar aus, anders als viele vermuten.
  • Einheitliche Angaben überall. Name, Adresse, Telefonnummer müssen in allen Verzeichnissen identisch sein — Abweichungen schwächen die lokale Einordnung.
  • Googles lokaler Algorithmus gewichtet Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf zwei der drei Faktoren habt ihr direkten Einfluss — über das Unternehmensprofil und über Bewertungen.

03 — Fragen

Häufige Fragen

Warum sollte ein IT-Dienstleister das auslagern?

Weil es fast immer die eigenen Abläufe sind, die zuletzt drankommen. Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe — bei IT-Dienstleistern ist die eigene Ticketverwaltung regelmäßig schlechter organisiert als die der Kunden.

Was bringt eine interne Wissensdatenbank?

Sie senkt die Bearbeitungszeit bei wiederkehrenden Fällen und macht Wissen unabhängig von einzelnen Personen. Der Nutzen ist am größten dort, wo die Fluktuation am höchsten ist.

Arbeitet ihr auch mit IT-Dienstleistern?

Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.

Was kostet der Einstieg?

Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.

Womit sollten wir anfangen?

Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei IT-Dienstleistern ist das erfahrungsgemäß Einheitliche Ticketerfassung über alle Kanäle.

Gibt es Förderungen?

Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.

Nächster Schritt

Reden wir kurz darüber, ob sich das bei euch rechnet.

Ein Gespräch von zwanzig Minuten reicht meistens, um zu klären, ob ein Projekt Sinn hat. Wenn nicht, sagen wir das — das ist billiger für beide Seiten als ein Angebot, das niemand braucht.