Cafés · Ratgeber

Digitalisierung für Cafés: womit anfangen?

Nicht jede Digitalisierung lohnt sich für Cafés. Welche Schritte in dieser Branche tatsächlich etwas bringen, in welcher Reihenfolge — und was man getrost bleiben lassen kann.

GastronomieStand 2026Angebot nach Anfrage
Kurz gesagt

Für Cafés lohnt sich die Digitalisierung in dieser Reihenfolge: zuerst Erreichbarkeit, dann der häufigste wiederkehrende Ablauf — meist Vorbestellung über Formular mit Abholzeitfenster —, dann Sichtbarkeit. Wer mit Dokumentation oder Auswertung beginnt, hat den teuersten Schritt zuerst und den geringsten Rückfluss.

01 — Ausgangslage

Woran es bei Cafés typischerweise hängt

  • Anfragen zu Öffnungszeiten und Veranstaltungen über Instagram und Telefon
  • Vorbestellungen für Torten laufen über Zettel
  • Feiern und Reservierungen sind schwer planbar

Instagram, Telefon, Laufkundschaft. Wochenenden, Feiertage, Muttertag und Weihnachtszeit für Vorbestellungen.

02 — Reihenfolge

Was zuerst, was später

  1. Erreichbarkeit

    Solange Anfragen verloren gehen, bringt jede weitere Maßnahme weniger. Bei Cafés ist das fast immer der erste Hebel.

  2. Der häufigste Ablauf

    Ein einziger Vorgang, der sich täglich oder wöchentlich wiederholt — bei Cafés meist Vorbestellung über Formular mit Abholzeitfenster.

  3. Sichtbarkeit

    Erst wenn Anfragen zuverlässig bearbeitet werden, lohnt es sich, mehr davon zu erzeugen. Andersherum verstärkt man nur das Problem.

  4. Alles Weitere

    Dokumentation, Auswertung, Anbindungen. Sinnvoll, aber selten dringend — und ohne die ersten drei Schritte wirkungslos.

03 — Ansatzpunkte

Abläufe, die sich bei Cafés lohnen

  • Vorbestellung über Formular mit Abholzeitfenster
  • Automatische Auskunft zu Öffnungszeiten und Angebot
  • Reservierung für Gruppen
  • Erinnerung an Abholtermine
  • Ankündigungen an Stammkunden
Faustregel

Ein Ablauf eignet sich, wenn er mindestens wöchentlich vorkommt, klaren Regeln folgt und heute Handarbeit ist. Fehlt einer der drei Punkte, ist Handarbeit meist günstiger.

04 — Beispiel

Wie das im Alltag aussieht

Beispielszenario

Tortenbestellungen laufen über ein Formular mit Abholzeitfenster statt über einen Zettel neben der Kasse — inklusive automatischer Erinnerung am Vortag.

Entscheidend an diesem Beispiel ist nicht die Technik, sondern die Festlegung davor: Was gilt als dringend, wer wird wann verständigt, und was passiert, wenn niemand erreichbar ist. Diese drei Antworten kosten am Anfang eine Stunde und ersparen später jede Diskussion.

05 — Fragen

Häufige Fragen

Lohnt sich das für einen kleinen Betrieb?

Für Vorbestellungen ja, weil dort Fehler teuer sind: eine verwechselte Torte kostet mehr als ein Jahr Systemgebühr. Für Reservierungen erst ab einer gewissen Größe.

Was bringt eine automatische Öffnungszeitenauskunft?

Sie erspart genau die Anrufe, die während des Betriebs am meisten stören. Feiertagsregelungen sind dabei der häufigste Anlass.

Arbeitet ihr auch mit Cafés?

Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.

Was kostet der Einstieg?

Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.

Womit sollten wir anfangen?

Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei Cafés ist das erfahrungsgemäß Vorbestellung über Formular mit Abholzeitfenster.

Gibt es Förderungen?

Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.

Nächster Schritt

Reden wir kurz darüber, ob sich das bei euch rechnet.

Ein Gespräch von zwanzig Minuten reicht meistens, um zu klären, ob ein Projekt Sinn hat. Wenn nicht, sagen wir das — das ist billiger für beide Seiten als ein Angebot, das niemand braucht.